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Gründung des Vereines zur Wasserversorgung der Viehhausen-Bergmattinger-Gruppe

Unter dem Namen „Verein zur Wasserversorgung der Viehhausen-Bergmattinger-Gruppe“ bildeten folgende Gemeinden zu dem Zwecke des gemeinsamen Baues und Betriebes einer öffentlichen Wasserversorgungsanlage aufgrund der gültigen Gemeindebeschlüsse und mit Genehmigung der vorgesetzten Verwaltungsbehörde einen Verein, für welchen die Anerkennung als eines Vereines des öffentlichen Rechts Allerhöchsten Ortes erbeten werden sollte. (Dies war der Wortlaut der ersten Satzung von 1. August 1909).

Als Mitglieder des Vereins beteiligten sich

pol. Gemeinde Bezirksamt

Einwohner

Großvieh

Kleinvieh

Mitglied

Stimmen

Eichhofen

Stadtamhof

378

306

320

Eichhofen

3

Eilsbrunn

268

256

198

Eilsbrunn

3

Haugenried

209

168

140

Haugenried

2

Schönhofen

687

249

266

Schönhofen

4

Viehhausen

829

623

467

Viehhausen

4

Viergstetten

Parsberg

28

12

26

Viergstetten

1

Bergmatting

Kelheim

193

267

201

Bergmatting

2

Kapfelberg

424

529

577

Kapfelberg

3

Lohstadt

136

166

159

Lohstadt

2

Herrnsaal

185

325

299

Herrnsaal

2

Poikam

192

205

203

Poikam

2

Summe

3527

3104

2966

28

Nachdem der Verein seine Anerkennung mit „Allerhöchstem Signat“ am 1.August 1909 erhielt, mußte dieser nach der Satzung handeln und regelmäßig Sitzungen abhalten. Die Sitzungen mußten in Sitzungsprotokollen festgehalten werden. Die Sitzungsprotokolle sind fast vollständig erhalten. Auszugsweise werden an dieser Stelle Sitzungen, die bis zum Ende des II. Weltkrieges stets vormittags im Bischofshof in Regensburg stattfanden, wiedergegeben:

7.Okt 1910
Der bisherige Vorsitzende Georg Neuffer, Gutsadministrator aus Eichhofen, Bruder des dortigen Gutsbesitzers, fühlte sich der Arbeitslast während des Wasserleitungsbaus nicht mehr gewachsen. Deshalb übernahm der Hauptlehrer Lotter aus Thumhausen die Geschäftsführung unter dem Titel „stellvertretender I.Vorsitzender“ .

14.12.1912
Dem Hilfsmaschinisten wird ab 1.1.1913 ein Gehalt von 240.RM pro Jahr unter Zugrundelegung von 60 Arbeitstagen zugebilligt. Darüber hinaus wird mit 4 Mark entlohnt. Dem stellvertretenden Vorsitzenden (Lotter) und dem Kassier werden für die fünf Jahre der Bauzeit je 40 Mark pro Jahr als Gratifikation zuerkannt. Zusätzlich erhält der stellv. Vorsitzende 200 Mark pro Jahr.

13.12.1913
Der Voranschlag des Jahres 1914 wird mit 7.897 RM in Einnahmen und Ausgaben festgestellt.

05.12.1914
Widerwahl von Hauptlehrer Lotter zum Vorsitzenden, von Gastwirt Pritscher aus Herrnsaal zum 2.Vorsitzenden und J. Maushammer aus Viergstetten zum Schriftführer. Ein Ziegenstall wird erbaut

02.02.1934
Der Verband gibt sich auf Anregung des Landesamtes für Wasserschutz eine neue Wasserleitungsordnung und polizeiliche Vorschriften. Außerdem werden Grundgebühren neben dem Wasserzins erhoben.

14.03.1936
Ein Motorrad wird angeschafft. Der Wasserverlust beträgt 50%

Vom 6.Mai 1939 bis zum 15.Juli 1944 fanden keine Sitzungen mehr statt.

15.07.1944
Die Freistellung von Wasserwart Schrödl wird beantragt.

20.07.1946
1. Sitzung nach dem Krieg im Kurhaus Alling
Zum 1. Vorsitzenden wurde einstimmig Josef Scheuerer gewählt.

06.09.1947
Der Neuanschluß von den Ortschaften Nittendorf, die Siedlung Etterzhausen und Penk wurde angenommen. Die Rohrleitung von Viehhausen nach Zeiler wird ausgewechselt. Der Bau eines neuen Brunnens in Schneckenbach (?) wurde genehmigt.